August 2012
Bild: Hübsch sind die puschelig - fedrigen Blütenstände des Perückenstrauches
Die noch langen Sommertage sind für Gartenpartys geplant. An allen Ecken blüht es! Sommerblumen in Beeten, Trögen quellen über, im Staudenbeet ist die Hauptblütezeit und heuer zeigen auch schon Hibiskus (Eibisch) Blüten. Wunderhübsch auch die Schneeballhortensie (Hydrangea arb. „Annabelle“) sowie Schirm- und Samthortensien. Beste Mitbringsel für Gastgeber in Töpfen gepflanzt!
Liebenswerter Perückenstrauch!
Die Blütezeit des Perückenstrauches (Cotinus coggygria) erstreckt sich über die Monate Juni und Juli, leider schon vorbei. Doch soll auch einmal über dieses Blütengehölz mit den
perückenähnlichen Fruchtständen berichtet werden. Die sommergrünen Sträucher mit gelbbraunen Trieben und länglich – eiförmigen Blättern werden etwa 2 – 3 m hoch. Das Laub verfärbt sich gegen
den Herbst zu Hellgelb bis Purpurrot. Interessant und auffallend sind die puscheligen – fedrigen Blütenstände. Die Stiele der endständigen Fruchtrispen sind mit langen Haaren besetzt und bilden
das perückenähnliche Aussehen. Cotinus coggygria, der heimische Perückenstrauch hat kleine gelbliche Blüten und eine prächtige Herbstfärbung. Die Selektion Cotinus coggygria „Royal Purple“
besticht durch ihre dunkelrote Laubfärbung mit rötlichen Blütenständen. Ein wertvolles rotlaubiges Ziergehölz. Sehr hübsch die neue Züchtung Cotinus coggygria „Young Lady“. Der Wuchs ist
kompakt und kugelig, Höhe ca. 1,25 m, die Blüten grünlichgelb. Goldgelbes Laub und ebensolche Blütenstände ziert Cotinus coggygria „Golden Spirit!“. Eine treffende Bezeichnung für eine rosa
fedrigen Rispen ist Cotinus coggygria „Zuckerwatte“. Dieses eigenwillige Gehölz soll als Solitärstrauch vor einer Gehölzgruppe oder im Rasen bevorzugter Platz finden. Auch als Sichtschutz in
Einzelstellung, etwa die direkte Sicht bei einem Gartentor verhindern. Hat keine besonderen Bodenansprüche, ist kalkliebend. Warmer, sonniger Standort wird bevorzugt.
Herbstpflanzung naht!
Es soll wieder nicht versäumt werden, den Herbst als die beste Pflanzzeit zu erwähnen, auch wenn durch die Containerkultur ein fast ganzjähriges Pflanzen möglich ist.
Zur Erinnerung: Die besten Pflanzzeiten, in denen der Lebensrythmus der Pflanzen am wenigsten gestört wird, sind der Herbst (etwa September bis zum Frost) oder das Frühjahr (Mitte März bis
Mitte Mai).
Informieren Sie sich über die Homepage Ihrer Baumschule über die neuesten Angebote!
Rasen
Bei Trockenzeit regelmäßig wässern und zwar 1 – 2 mal wöchentlich ausgiebig (20lt./m²). Am besten morgens oder abends. Nie zu kurz schneiden. Bei extremer Trockenheit eine Schnitthöhe von
mindestens 5 – 6 cm.
Herbstpflanzung von Blumenzwiebel
Blumenzwiebeln für die Frühjahrsblüte dürfen in keinem Garten, Terrasse oder Dachgarten fehlen. Sie eignen sich neben einer Beetbepflanzung auch besonders in Trögen und Töpfen. Jedes Jahr sind
neue Züchtungen mit besonderen Farben und Blütenformen im Angebot. Das frühe Blühen von bunten Crocus, Botanischen Tulpen, Schneeglöckchen, Scilla und andere läuten den Frühling ein. Tulpen und
Narzissen schmücken in der Vase. Rechtzeitig umschauen!
Pflanzenschutz
Schnecken sind wieder da! War im Frühjahr die Plage durch Schneckenfraß nicht so groß wie in den Vorjahren, findet man dien Nacktschnecken doch wieder. Unterschlupf für die
Eiablage schaffen, um die Eigelege aufdecken und vernichten zu können. Gemüsebeete durch Aufstreuen von Schneckenkorn schützen.
Buchsbaumzünsler Kontrollen nicht vernachlässigen. Genaue Informationen finden Sie im „Sonderbericht auf der Homepage der österreichischen Baumschulen“.
Rosen: Noch immer sind Spritzungen gegen Rosenrost und Sternrußtau, notwendig um einen Befall auszuschließen.
Hallimasch: Laub- und Nadelgehölze können von Hallimasch, einem Pilz befallen sein. Die Gehölze kümmern und sterben später ab. Bei bereits befallenen und geschwächten Gehölzen
erscheinen am Stammgrund oder am Stamm selbst im Herbst die Fruchtkörper. Der Hut des Fruchtkörpers ist honigbraun. Keine direkte Bekämpfung des Pilzes, die Myzelstränge sich weiträumig
ausbreiten. Befallene Gehölze vollständig roden und entfernen. Gehölzwurzeln sorgfältig ausgraben und beseitigen.
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